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Leben retten in Unterteufenbach: Löschgruppe Teufenbach stellt neuen Defibrillator in Dienst

FF St. Florian am Inn zur Übersicht

In Österreich erleiden jĂ€hrlich rund 12.000 Menschen einen Herzkreislaufstillstand - und in den meisten FĂ€llen entscheiden die ersten Minuten ĂŒber Leben und Tod. Die Löschgruppe Teufenbach der Freiwilligen Feuerwehr St. Florian am Inn hat deshalb gehandelt: Seit 18. Juli 2025 hĂ€ngt am Feuerwehrhaus Teufenbach in Unterteufenbach ein öffentlich zugĂ€nglicher Defibrillator - fĂŒr alle, kostenlos, rund um die Uhr.

In Österreich erleiden jĂ€hrlich rund 12.000 Menschen einen Herzkreislaufstillstand - und in den meisten FĂ€llen entscheiden die ersten Minuten ĂŒber Leben und Tod. Die Löschgruppe Teufenbach der Freiwilligen Feuerwehr St. Florian am Inn hat deshalb gehandelt: Seit 18. Juli 2025 hĂ€ngt am Feuerwehrhaus Teufenbach in Unterteufenbach ein öffentlich zugĂ€nglicher Defibrillator - fĂŒr alle, kostenlos, rund um die Uhr.

Die Idee entstand vor rund zwei Jahren: Beim gemeinsamen Nachdenken ĂŒber die Sicherheit im Ort kam der erste Gedanke, einen öffentlich zugĂ€nglichen Defibrillator fĂŒr Unterteufenbach anzuschaffen. Was damals als Idee begann, wurde nun RealitĂ€t – ein Ergebnis, das ohne den gemeinsamen Einsatz der gesamten Mannschaft nicht möglich gewesen wĂ€re.
Das GerĂ€t vom Typ Physio Control LIFEPAK CR2, angeschafft ĂŒber das Rote Kreuz OÖ, ist in einem beheizten Außenschrank untergebracht und somit auch im tiefsten Winter einsatzbereit. GerĂ€te dieser Art sind in ganz Oberösterreich an ĂŒber 1.800 Standorten im Einsatz - und konnten bereits mehr als 500-mal zur Wiederbelebung beitragen.

Besonders wichtig: Jede und jeder darf das GerĂ€t verwenden, auch ohne Ausbildung und ohne Erste-Hilfe-Kurs. Das Bundesministerium fĂŒr soziale Sicherheit stellt klar, dass die Nutzung eines halbautomatischen Defibrillators durch Laien in einer Notsituation ausdrĂŒcklich rechtlich zulĂ€ssig ist. Das GerĂ€t analysiert die Situation selbst, gibt klare Sprachanweisungen und löst einen Stromstoß nur dann aus, wenn er medizinisch tatsĂ€chlich notwendig ist. Eine Fehlanwendung ist ausgeschlossen.


Finanzierung aus eigener Kraft

Die gesamten Anschaffungskosten von rund 3.350 Euro - fĂŒr das GerĂ€t hat die Löschgruppe Teufenbach vollstĂ€ndig aus eigenen Mitteln finanziert: aus den Einnahmen des Feuerwehrfestes, der jĂ€hrlichen Haussammlung und freiwilligen Spenden der Bevölkerung. FĂŒr die Montage am Feuerwehrhaus inklusive Elektroinstallation sind ebenfalls Mitglieder der Löschgruppe verantwortlich.
Hinter dem Projekt steht die gesamte Mannschaft der Löschgruppe Teufenbach. Von der Idee ĂŒber die Finanzierung bis zur Montage – alle haben mitgezogen. „Das ist kein Projekt von Einzelnen, das ist ein Projekt von uns allen“, betont OBI Fischbauer JĂŒrgen. Genau dieser Zusammenhalt macht die Löschgruppe Teufenbach aus – und er ist es, der solche Vorhaben erst möglich macht.


Interesse der Bevölkerung ist groß.

Mit der Inbetriebnahme ist das Projekt noch nicht abgeschlossen: In den kommenden Monaten werden alle aktiven Mitglieder der Löschgruppe Teufenbach durch das Rote Kreuz OÖ im praktischen Umgang mit dem Defibrillator geschult.

Beim diesjĂ€hrigen Zeughausfest der Löschgruppe hat die Feuerwehr außerdem das Interesse der Bevölkerung an einer öffentlichen Defi-Einschulung erhoben. Die Resonanz war laut Projektverantwortlichem HBM Ottino Dominik sehr positiv: “Die gesammelten Anmeldungen werden wir ans Rote Kreuz OÖ weitergeben und gemeinsam Kurstermine fĂŒr die Bevölkerung organisieren.”

Das Einzige, das man im Notfall falsch machen kann, ist nichts zu tun. Mit einem Defibrillator kann man ein Leben retten - und genau das ist der Gedanke hinter diesem Projekt.